Tanztechnischer und choreographischer Background

In frühen Kinderjahren begann ich meinen tanztechnischen Weg im klassischen Ballett nach russischer Schule.

Mit neun Jahren übernahm ich die ersten kleinen Statistenrollen in Opern, Musicals und im Bereich des Musiktehaters am Stadttheater Stralsund. Der tägliche Genuß der Theateratmosphäre und die zahlreichen Bühnenerfahrungen in den unterschiedlichen Metiers weckte das Interesse am Gesang, welches in Teenager-Jahren zu einer klassischen Gesangsausbildung führte.

Im Laufe meiner klassischen Tanzausbildung wuchs auch das Interesse am modernen Tanz bis hin zu Hip Hop immer weiter. Nach sieben Jahren Theater, zuletzt im Extraballet, suchte ich mir daher eine Plattform für modernen Tanz. Nach mehreren Anläufen bei verschiedenen Studios, gründete ich mit 14 Jahren zusammen mit einem Kollegen des Balletts des Stadttheaters eine Tanzgruppe. Der Raum dafür fand sich in einem damals kleinen Amateurtheater im Theaterpädagogischem Zentrum Stralsund. Hier sammelte ich erste Erfahrungen im Unterrichten und erhielt die Möglichkeit mich choreographisch weiter zu entwickeln.

Nach intensiven autodidaktischen Lernprozessen über choreographische Grundgesetze, Raumlehre und sozialpädagogischen Ansätzen, unterstützt durch zahlreiche unterschiedliche Einflüsse von Mentoren und Kollegen, übernahm ich erste choreographische Arbeiten - angefangen beim Bewegungsunterricht für Schauspieler bis hin zur Choreographie von Jugendtanztheatern.

Mit 16 Jahren wurde ich Ensemblemitglied der zeitgenössischen Company unter der Leitung des Ernst-Busch-Dipl. Choreographen Stefan Hahn. Aufgrund seines Backgrounds entwickelte ich mich speziell in New Dance, Improvisation und Contact Improvisation weiter. Choreographisch entstand eine intensive Beziehung zwischen Mentor und Eleve. Die Verleihung des Titels "Bestes Deutsches Jugendtanztheater" und die Erfolge der bisherigen Produktionen bewegten Stefan Hahn und mich zur Gründung des Vereins "Perform[D]ance", der heute zu den erfolgreichsten Vereinen der Region Vorpommern zählt. Im Verein war ich aktives Ensemblemitglied, Pädagogin und Choreographin und ging meinem langjährigen Interesse an Technik und Organisation in Form der Produktionsleitung der Institution nach.

Die zahlreichen Produktionen für staatliches Theater, sowie für die Off-Szene ebneten den Weg für meine weitere tanztechnische und choreographische Weiterbildung. Dafür kam nur eine fundierte Ausbildung in Frage. Meine vielseitigen Interessen führten mich an das Laban Centre London. Hier spezialisierte ich mich auf Grund meines Charakters und körperlichen Fertigkeiten auf die Graham und Release Technik und im Bereich der Theorie auf die Raumlehre von Laban und Laban Movement Analysis, in der ich auch meine Diplomarbeit ablegte.

Neben dem Studium verfolgte ich weiterhin die modernen und alternativen Tanzstile, die Tätigkeit als Produktionsleitung, sowie die Wissenserweiterung im Bereich veranstaltungstechnischer Aspekte, und war immer wieder in unterschiedlichsten Produktionssparten tätig.

Seit Abschluß meines Studiums arbeitete ich erfolgreich als freischaffende Choreographin, Coach und Performerin.